Die Geschichte der Yoga Mode

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Der indische Exportschlager Yoga ist die wohl bekannteste Leibesertüchtigung, die jemals vom westlichen Kulturraum übernommen wurde. Der Begriff Yoga bedeutet „Vereinigung“, kann aber auch als „Integration“ übersetzt werden. Ursprünglich fiel darunter jeder Weg zur Selbsterkenntnis. Dagegen basiert das, was heute im Westen unterrichtet wird, auf einer modernen Auslegung des Yoga, die im 19. Jahrhundert erschaffen und für unseren Kulturraum adaptiert wurde. Zum Yoga gehört meist auch eine Philosophie. Diese hat ihre Ursprünge im Hinduismus und Buddhismus. Heute fließen aber auch Strategien und Ansichten aus der Psychologie mit ein.

Vor allem der Buddhismus empfiehlt, Begierden nicht zu befriedigen, sondern einen Weg zu finden, keine Begierden zu haben. Dadurch lehnten die alten Mönche weltlichen Besitz größtenteils strikt ab. Eigentlich ist es paradox, Yoga zu praktizieren und sich den Kopf zu zerbrechen, wie man dabei chic aussieht. Die alten Mönche würden sich wohl im Grab umdrehen, sähen sie ihr Erbe mit Füßen getreten. Doch ist Mode nun mal in der heutigen Gesellschaft relevant und ihre Verbindung mit Yoga daher einfach nahe liegend. Und mal ehrlich: Askese ist nicht für jeden und wer will schon so arm leben, wie diese erleuchteten Mönche?

Wie ist Yogamode überhaupt entstanden?

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Menschen drücken ihre Zugehörigkeit gerne durch entsprechende Kleidung aus. Fast jedem neuen Trend folgt eine Reaktion in der Mode. Waren es in den 90-ern die zerlöcherten Hosen, die den Grunge untermauerten, kamen danach die Vokuhila Frisuren und glitzernden Kostüme, die die Disco-Musik ausdrückten.

Was trugen die alten Yoga-Meister?

Das genau festzustellen, ist schwer. Selbst wenn man die Toten examiniert, bleibt es meist unmöglich, deren Kleidung zu rekonstruieren. Man kann sich nur auf Gemälde verlassen, doch werden die alten Meister dort oft sehr unterschiedlich dargestellt. Manchmal tragen sie einfache Gewänder, wie man sie von buddhistischen Mönchen kennt. Auch sieht man sie teils in pompösen Gewändern mit reichlich Schmuck, denn viele werden als Manifestation Gottes angesehen, wie etwa Krishna und daher entsprechend verehrt.

Die heutigen Yoga-Meister zeigen sich größtenteils in schlichter Montur. Der bereits verstorbene Swami Vishnudevananda trug hauptsächlich das Mönchsgewand oder auch nur einfache, kurze Shorts. Sai Baba verzichtete meist auf eine Hose und kleidete sich in einem eng anliegenden, langen Gewand.

Stars als aktuelle Trendsetter bei Yogahosen

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Hollywoodstars auf dem Weg zum Yoga (Screenshot von Gala.de am 7.5.2015 – dort findet ihr eine Galerie mit 25 Yogaoutfits von Superstars. Einfach direkt auf das Bild klicken!).

Auch bei den Stars in Hollywood steht Yoga hoch im Kurs. Es soll ja schließlich den Körper formen und jung halten. Zwei Dinge, die gerade für Menschen, deren Körper ein Großteil ihres Kapitals darstellt, unerlässlich sind. Aber was tragen die Stars beim Yoga? Grundsätzlich gehts bei der modernen Yogamode pragmatisch zu. Ein riesiges Gewand würde bei den Übungen wohl eher stören.

Jennifer Aniston, die schon seit 2005 nach der Scheidung von Brad Pitt Yoga betreibt, mag ihre Yogahosen gerne eng anliegend. Gewöhnlich trägt sie Hot-Pants und dazu knappe Tops. Auch Leggings stehen um ihrer Funktionalität willen hoch im Kurs. Beispielsweise Lady Gaga übt mit solchen und gibt sich dabei ungewohnt gewöhnlich. Auch Reese Witherspoon greift auf die altgediente Legging zurück, zeigt sich beim Yoga in weiteren, wenig figurbetonten Oberteilen.

Unter den männlichen Stars ist Yoga ebenfalls ein Hit. Russel Brand mag es dabei exotisch. Sein Yoga Style ist ausgefallen, er wurde schon mit weißer Hose, geriffeltem Shirt und langen Ketten um den Hals beim Yoga gesichtet.

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Die Geschichte der Yoga Mode
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So entwickelte sich die Yogamode im Wandel der Zeit: Was hielten die alten Meister von "Mode? Welchen Stellenwert hat Mode im heutigen Yoga? Welche Yogahosen tragen die Stars?

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